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CDU-Bonn
Pressemeldung:
Pützchens Markt 2010
"Nach der Kirmes ist vor der Kirmes"
29. September 2010





Sehr geehrte Damen und Herren,

da die Verwaltung der Bundesstadt Bonn den diesjährigen Pützchens Markt mit dem neuen Sicherheitskonzept in rosa Farben darstellt, muss ich in einigen Punkten doch widersprechen.

Das Fazit der Verwaltung lautet: „Alle sind zufrieden, 1,1 Millionen Menschen besuchten die Kirmes“.

Hierzu kann ich nur sagen, sogar durch die Verlängerung um einen Tag haben wir es nicht geschafft, die Besucherzahlen der letzten Jahre zu erreichen. Abgesehen davon, ob diese Zahlen überhaupt stimmen, hat die über Wochen geführte Sicherheitsdiskussion, nicht das Wetter, sicherlich dazu geführt, dass viele Besucherinnen und Besucher dem Markt fern geblieben sind. Vor allem die auf früheren Märkten am Nachmittag und frühen Abend anzutreffenden Besuchergruppen, Eltern mit Kinder, etc. waren in diesem Jahr nicht so häufig zu sehen.

Ferner sagt die Verwaltung, "Die um ein bis zwei Meter breiteren Wege sind vom Publikum begrüßt worden“.

Nun bin ich seit vielen Jahrzehnten Anwohner und Besucher dieses Marktes und wer genau hingeschaut hat, hat festgestellt, soviel hat sich in der Bebauung auf den Straßen, Marktstraße, Friedenstraße, Holzlarer Weg und Sebastianusstraße überhaupt nicht geändert. Geändert haben sich nur die vielen Auflagen von Feuerwehr und Verwaltung, die die Marktbeschicker in manchen Fällen an den Rand der Weißglut getrieben haben. Die Straßenbreite auf manchen Straßen des Pützchens Marktes – siehe den Bereich vor dem Autoskooter vor dem Riesenrad – war so unmöglich, dass man sich fragen muss, warum es an der einen Stelle 12,00 Meter Straßenbreite sein muss und an anderer Stelle nur 4,50 Meter.

Auch ob dazu in ganz Pützchen die Straßen mit roten und gelben Linien bemalt werden mussten ist doch sehr zweifelhaft. In all den Jahren zuvor haben dazu Sägespäne oder kleine weiße Abmarkierungen gereicht. Hier bin ich schon sehr gespannt, ob denn wenigstens nach Pützchens Markt bei den bemalten Straßen der Urzustand wieder hergestellt wird.

Ferner sagt die Verwaltung, dass der Wachdienst an den sechs Tagen rund 28.000 Euro gekostet hat.

Hier stellt sich mir die Frage, war dieser Betrag gerechtfertigt? Welche Leistung wurde dafür erbracht? Ich habe mit mehreren Wachdienstleuten gesprochen. Alle sagten mir, dass sie im Notfall mit den Absperrbalken die Straßen absperren müssten. Dazu haben in früheren Jahren einige wenige Polizisten ausgereicht, die sowieso ihren Dienst auf Pützchens Markt machen mussten. Sogar der Polizeidirektor Bert Kluth bestätigte in dem Pützchens Markt Artikel des GA „Selbst am Samstagabend, als die Kirmes sehr gut besucht war, mussten wir keine Straßensperrungen veranlassen“. Hier stellt sich schon die Frage, wer ist eigentlich für das hohe Sicherheitsgebahren verantwortlich? Wäre es nicht besser gewesen mit ein wenig mehr Augenmaß an die Sache heran zu gehen. Zumal ich feststellen musste, dass genau die Stellen die eigentlich vom Sicherheitsdienst bewacht werden sollten – siehe Friedhof in Pützchen – nicht bewacht wurden und deshalb als öffentliche Toilette benutzt wurden.

Auch muss die Frage erlaubt sein, warum wurde am Holzlarer Weg im Bereich der Grünanlage ein Notlazarett eingerichtet, welches im Notfall schwieriger anzufahren gewesen wäre als das bereits vorhandene Notlazarett in der Gesamtschule in Pützchen? Zugegeben, das Notlazarett in der Gesamtschule ist nicht das Schönste es soll ja auch nur der Notversorgung dienen, ist aber ein Zeltlazarett schöner?

Diese Frage wird der Feuerwehrchef, Herr Stein, wohl beim nächsten Pützchens Markt beantworten müssen, an den er wohl hoffentlich mit mehr Augenmaß herangeht. Die Planungen für den nächsten Markt laufen bereits und der Gestaltungsplan wird in der BV Beuel bereits im Januar 2011 beschlossen. Genau zu diesem Zeitpunkt muss auch das Sicherheitskonzept der Feuerwehr für Pützchens Markt 2011 feststehen.

Eine große Aufgabe für die Verwaltung wird es auch sein, den Busverkehr der An- und Abfahrenden Kirmesbesucher im nächsten Jahr so zu steuern, dass dazu alle Zufahrtsstraßen genutzt werden. Dies hatte die Verwaltung bereits seit einigen Jahren versprochen, konnte es aber bisher nicht umsetzen

Loben muss man allerdings die neue Videoüberwachung auf dem Markt. Wenn diese auch sehr viel Geld gekostet hat, so ist sie die einzige Investitution die sich nach meiner Meinung bewährt hat.

Dank der Übersicht durch die acht Videokameras waren wir jederzeit Herr der Lage und hatten einen guten Überblick. Auf die Kameras will ich nicht mehr verzichten" sagte auch der Polizeidirektor Bert Kluth.

Alles in allem möchte ich feststellen, mit etwas mehr Augenmaß und der Unterstützung von Pützchens Markt erfahrenen Leuten – nicht von Love Paradeveranstaltern oder solchen die über kein Fachwissen auf Jahrmärkten verfügen – wäre die Veranstaltung nicht nur im Vorfeld, sondern auch während der Markttage ruhiger abgelaufen und hätte sicherlich dazu geführt, dass die Veranstaltungen der nächsten Jahre, aber auch in diesem Jahr, nicht das Image einer gefährlichen Veranstaltung bekommen hätte, die sie in Wirklichkeit überhaupt nicht ist.

Ich hoffe sehr, dass wir in Pützchen noch viele Pützchens Markt Veranstaltungen haben werden, wo die Besucher anschl. mit Recht feststellen können, Pützchens Markt ist eine Veranstaltung bei der es sich lohnt dabei zu sein.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie in geeigneter Form diesen Bericht veröffentlichen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Willi Härling

Stadtverordneter für den Bereich Pützchen Bechlinghoven, Nieder- , Oberholtorf und Ungarten.

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Version 5.00 vom 10. Mai 2006 - © Andreas Niessner