Pressemeldung:
Voss weist Vergleich CDU mit RAF zurück
- Scharfe Kritik am Theatermagazin -
17. Dezember 2004 | CDU-Kreisverband Bonn

Voss weist Vergleich CDU mit RAF zurück
- Scharfe Kritik am Theatermagazin -

Zu der aktuellen Diskussion um das Tanzstück „Hannelore Kohl“ am Theater der Stadt Bonn erklärt der Kreisvorsitzende der Bonner CDU, Axel Voss:

„Die beabsichtigte Aufführung des Tanzstücks „Hannelore Kohl“ empört zu Recht viele Bonnerinnen und Bonner. Hier soll offenbar unter dem Etikett der Kunstfreiheit politische Propaganda betrieben werden. Das ergibt sich auch aus einem Interview mit der Librettistin des Stücks, Uschi Otten, in der neuesten Ausgabe des Theatermagazins, herausgegeben vom „Theater der Bundesstadt Bonn“.

In der Ausgabe 12/04-01/05 vergleicht Frau Otten Hannelore Kohl mit der verurteilten Terroristin Ulrike Meinhof („beide Frauen greifen zur Pistole“). Ulrike Meinhof wird als Lichtgestalt („Kind von Nazi-Gegnern“, „leidenschaftliche Aufdeckerin“) dargestellt und Hannelore Kohl Gegenstand von Beleidigungen („Komplizin des verhängnisvollen Patriarchats“, „leidenschaftliche Zudeckerin“). Es wird sogar in Zweifel gezogen, dass sie tatsächlich an Lichtallergie erkrankt gewesen sei.

Unter anderem heißt es dann:
„Beider Frauen Ziel: Würde, Gerechtigkeit, familiäres Glück. Hoffnungen, Entwürfe, gebannt und verfälscht in den Programmen von CDU und RAF. Ulrike floh in die Fiktion von Revolution, Hannelore in die Fiktion von Krankheit. Waren beide Frauen wirklich Selbstmörderinnen? Müssen wir nicht fragen: Welche Mörder führten dem Selbst die Hand?“.

Solche Passagen sollten nicht unwidersprochen in einer Publikation der Stadt Bonn zu lesen sein. Die Oberbürgermeisterin und der Theaterintendant sind aufgerufen, sich davon klar zu distanzieren. Das ist keine „Einmischung in künstlerische Vorgänge“ wie Frau Dieckmann meint, sondern eine schlichte Frage des Anstands und der politischen Kultur.“