CDU, SPD und FDP bringen zusätzliche Planungsvariante für die Bonner Bühnen auf den Weg
Die CDU Bad Godesberg setzt sich für den Erhalt des Schauspielhauses am bisherigen Standort ein. Auf gemeinsamen Antrag von CDU, SPD und FDP hat der Kulturausschuss beschlossen, eine zusätzliche „Variante F“ für die Zukunft der Bonner Bühnen untersuchen zu lassen. Sie sieht vor, die Standorte von Oper und Schauspiel beizubehalten und wirtschaftlich tragfähige Lösungen für beide Gebäude zu entwickeln.
„Das Schauspielhaus gehört in die Mitte von Bad Godesberg. Deshalb haben wir gemeinsam mit SPD und FDP eine zusätzliche Variante auf den Weg gebracht, die den Standort erhält und die Kosten konsequent in den Blick nimmt“, erklärt Feyza Yildiz, Vorsitzende der CDU Bad Godesberg. „Unser Ziel ist eine Zukunft für das Theater, die Bonn auch bezahlen kann.“
Die neue Variante ergänzt die bisherigen Überlegungen der Verwaltung, darunter die Zusammenführung von Oper und Schauspiel in Beuel. Auch die vom Verwaltungsvorstand angekündigte Prüfung einer möglichen Aufgabe der Schauspielsparte verdeutlicht den finanziellen Handlungsdruck. Mit Variante F soll nun eine weitere Grundlage für die politische Entscheidung über die Zukunft der Bühnen geschaffen werden.
Für das Schauspielhaus ist in dieser Variante eine „kleine Sanierung“ vorgesehen. Die notwendigen Arbeiten sollen möglichst zeitnah erfolgen, um weitere Baukostensteigerungen zu vermeiden. Auf eine aufwendige Sanierung der Bühnentechnik soll verzichtet werden. Bei der Oper sollen zunächst die Maßnahmen zur Sicherung der Betriebsfähigkeit und die weiter nutzbare Bausubstanz untersucht werden. Darauf soll eine vereinfachte Neukonzeption aufbauen.
Auch für die Bauzeit sollen kostengünstige Lösungen geprüft werden. Unter dem Arbeitstitel „Theater Bonn to go“ sollen vorhandene Kultur- und Veranstaltungsorte anstelle aufwendiger Interimsgebäude genutzt werden.
„Das Schauspielhaus ist ein Stück Identität und ein wichtiger Anziehungspunkt für unsere Bad Godesberger Innenstadt. Davon profitieren auch Gastronomie und Einzelhandel“, betont Inge Stauder, Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion. „Mit dem Prüfauftrag verbinden wir den Einsatz für den Standort mit der Verantwortung für die städtischen Finanzen.“

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